Der Thüringen-Ultra

Im Beitrag zum Thema Angst hatte ich noch zweimal Abschweifen in Aussicht gestellt. Es ging darum, Sachen auch mal nicht zu machen oder abzubrechen um Risiken zu minimieren.


Die eine Geschichte führt uns in den schönen Thüringer Wald, zu einem genialen 100 km Lauf.

Nach vielen Marathons kam bei mir der Rennsteiglauf mit 73 km. Das war ganz nett, aber nicht das Ende der Fahnenstange. Mein erster 100er führte mich zu 1. Thüringen Ultra. Absolut cool das Event, Strecke anspruchsvoll.

Und ich looste, brach ab 😢. Das Wie ist fast peinlich.

Bei etwa km 85 bekam ich Schmerzen am Knie. An der Stelle war noch nie was, bekam etwas Angst. km 91 an der Verpflegungsstelle waren sie noch da, also die Schmerzen, und ich wollte aussteigen.

Da ich noch 4 h für die letzten 9 km hatte, ließ ich mich überreden weiter zu gehen. Wurde nicht besser und bin dann zurück zum VP.

Die hielten mich für bescheuert (ich mich dann auch) fuhren mich aber ins Ziel.

Der Sani sagte, es ist vermutlich nur eine Reizung einer Sehne. Der Schmerz auch schnell weg. 9 km ruhig gehen hätte es nicht schlimmer gemacht und ich hätte den ersten 100er geschafft. Nun gut Geschichte.

In der Situation lief bei mir im Kopf halt … Knie wichtig, da war noch nie Aua, uff kann ich nicht einschätzen … lieber Abbruch.

Hatte auch etwas Gutes: Habe den Lauf mittlerweile um die 10 mal beendet und habe jedes Jahr viel Spaß am VP bei km 91. 😁 Das hat die Familie, die den betreibt, nämlich nicht vergessen. Der Dicke mit Glatze und 5 Ziegen -Shirt lässt sich auch einfach merken.

Die Autoschlüssel klimpern, mir wird ein Stuhl gebracht und die Fahrt angeboten.