Die Qual der Wahl

Wir schreiben die frühen 90ger Jahre, kurz nach der Umwende. Neue und gebrauchte Bundesländer werden verbunden.

Mitte und Prenzlauer Berg waren die Orte an denen ich mich aufhielt. Kneipen, Bars etc. schossen aus der Erde wie hier die Pilze.

Nein, nein die Pilze sind noch nicht der Bezug zu meiner Wanderung. 😉

An die Kneipenbesuche oder besser an die nicht erfolgten Besuche, musste ich die Tage denken. Insbesondere wenn ich mit Herrn K. vom Kollwitzplatz unterwegs war.

Ich sehe die ersten ❓❔❓❔…

Das Finden von einer schönen Stelle für das Zelt ist die Brücke.

Ich beobachte mich des öfteren, dass ich wie desorientiert durch die Gegend lief, wenn es 1000 Möglichkeiten gibt, das Ding in die Landschaft zu stellen. Auf der Wiese im Foto war es besonders schlimm. Da, ach ne zu feucht, da zu viele Zapfen, da zu schräg ….

Damals, zu voll, zu leer, der Blöde hat Schicht, ach ne da keine Lust etc. Es gab Abende, da hat uns unsere Entscheidungsfreude viel Westgeld gespart. 🙃

Keine Ahnung warum mir das aufgefallen ist. 🤔 Die Geschichte geht aber weiter. Was hier manchmal die Blow-dones erledigen, hat in Berlin die „Umgestaltung/Gentrifizierung“ der Bezirke übernommen.

Wenn ich nur noch sehr wenige Möglichkeiten habe, gibt es auch nicht mehr die Qual der Wahl. 😎

Win-Win kann jeder …

… ich kann Win-Win-Win.

Die zweite Geschichte gehört zu meiner Anmerkungen, dass mich mein Satteliten-Notruf nicht bei Entscheidungen beeinflusst, was ich hier mache und nicht mach. Eine Anekdote, kein inhaltlicher Beitrag.

Ort der Handlung die Hohe Arktis.


Bevor ich mich von Grise Ford gen Norden aufmachte, verbrachte ich auch viel Zeit bei den beiden Mounties dort im Dorf (hier würde man es Town nennen, aber das ist eine andere Geschichte 😉) um über die Strecke zu reden und Kaffee zu trinken.

Sie waren von meiner Ausrüstung sehr überzeugt. Nur dass ich kein Notrufsender hatte fanden sie doof. Sie hatten einen, den sollte ich mitnehmen. Hmmm… Gewicht, Zweifel, kann ich den wirklich noch Nutzen wenn mich der Eisbär beißt oder ich vom Berg Falle …

Na gut, sagte ich dann. Der erste Test klappte nicht. Ich sollte es später machen. Das Plus an Sicherheit konnte ich dann auch in einer kurzen Email der Familie in Deutschland verkünden.

Die Mounties waren froh (win 1), die Familie etwas (win 2) und ich (win 3) weil Mounties und Familie froh waren. Eine Idylle.

Genau, die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Am Zelt testete ich dann noch einmal, ging wieder nicht. Beim Nachsehen dann … OK, die Batterie hätte vor einem Jahr gewechselt werden müssen.

Und nun, die Idylle zerstören? 🤔

Niemals, das Ding ganz unten in den Rucksack und losgewandert. Wir blieben beim Win-Win-Win 😎


Eric & El Dze
Unterwegs.

Natürlich habe ich es bei der Rückgabe gesagt. Ganz umsonst sind die Dinger vermutlich nicht.

Der Thüringen-Ultra

Im Beitrag zum Thema Angst hatte ich noch zweimal Abschweifen in Aussicht gestellt. Es ging darum, Sachen auch mal nicht zu machen oder abzubrechen um Risiken zu minimieren.


Die eine Geschichte führt uns in den schönen Thüringer Wald, zu einem genialen 100 km Lauf.

Nach vielen Marathons kam bei mir der Rennsteiglauf mit 73 km. Das war ganz nett, aber nicht das Ende der Fahnenstange. Mein erster 100er führte mich zu 1. Thüringen Ultra. Absolut cool das Event, Strecke anspruchsvoll.

Und ich looste, brach ab 😢. Das Wie ist fast peinlich.

Bei etwa km 85 bekam ich Schmerzen am Knie. An der Stelle war noch nie was, bekam etwas Angst. km 91 an der Verpflegungsstelle waren sie noch da, also die Schmerzen, und ich wollte aussteigen.

Da ich noch 4 h für die letzten 9 km hatte, ließ ich mich überreden weiter zu gehen. Wurde nicht besser und bin dann zurück zum VP.

Die hielten mich für bescheuert (ich mich dann auch) fuhren mich aber ins Ziel.

Der Sani sagte, es ist vermutlich nur eine Reizung einer Sehne. Der Schmerz auch schnell weg. 9 km ruhig gehen hätte es nicht schlimmer gemacht und ich hätte den ersten 100er geschafft. Nun gut Geschichte.

In der Situation lief bei mir im Kopf halt … Knie wichtig, da war noch nie Aua, uff kann ich nicht einschätzen … lieber Abbruch.

Hatte auch etwas Gutes: Habe den Lauf mittlerweile um die 10 mal beendet und habe jedes Jahr viel Spaß am VP bei km 91. 😁 Das hat die Familie, die den betreibt, nämlich nicht vergessen. Der Dicke mit Glatze und 5 Ziegen -Shirt lässt sich auch einfach merken.

Die Autoschlüssel klimpern, mir wird ein Stuhl gebracht und die Fahrt angeboten.


The Winds (1)

Wind River Range oder Mountains ausgeschrieben.

Die Sache mit dem Wind habe ich unfreiwillig in einem schlechten Video festgehalten. Eigentlich wollte ich einen Rundblick aufnehmen, leider bot das Telefon zu viel Angriffsfläche für den Wind. 😢

Aber da der Film nun schon belichtet ist, stelle ich ihn auch hier rein.

Es geht in etwa um den grün eingekringelten Teil des CDT.

Zunächst läuft man ein weites, grünes Tal hinauf. Die Berge werden schroffer, die Vegetation weniger. Dann geht es über einen Pass, dann runter in ein Tal und das Ganze wiederholt sich noch zweimal. 😁

Warum ein Teil nicht mehr der CDT ist, verstehe ich nicht. Klar anstrengend, ein wenig herausfordernd aber machbar.

Die Menge der Bilder seht mir nach, nehmt sie als Ausdruck meiner Begeisterung. 😉 Dafür kommentiere ich auch nicht jedes.



Jaaaaa, Frau H., wie zu Hause: Wenn Platz ist …. 😉


Das Unwetter fing im Süden an, zog schräg nach Osten. Die Wolkenfront war bei mir dadurch später, konnte so das Filmchen machen. Dann wurde es heftig. Bin da auf 3100 m.

⛈️⛈️⛈️⛈️⛈️⛈️

Teil 2 wird kürzer … hoffe ich. 😎

Auszug aus Lander


Fazit: Die ersten beiden Tage waren schön aber nun nicht der absolute Knaller. Meine Entscheidung jetzt die originale Route zu verlassen hatte ich hier schon geschildert.

Und diese Entscheidung war sehr gut … wie euch der nächste Beitrag zeigen soll. Jetzt gehe ich erst einmal Einkaufen … 😎

Stop, eine Blume habe ich noch für euch.

Haltet durch!