Wie weiter? (Change Management 😉)

Mal etwas mehr Text zu meinen Planspielen. Warum so ein Theater mögen manche fragen? 🙄 Es ist ein lange lange vorbereitetes „Projekt“ mit nicht trivialen Aspekten wie Job, Privates und Geld. Dann vielleicht auch das vorletzte Abenteuer in der Dimension … altersbedingt 😁. Kurz: Es sollte schon alles klappen und cool sein.


Das „Wie weiter?“ beschäftigt mich seit gut zwei Wochen intensiv. Dieser Winter war extrem schneereich, so dass der Trail noch unter viel Schnee begraben ist. Wenn bisher der Schnee anstrengend war, sagen wir mal, ein Beinbruch das Maximum der Probleme dargestellt hätte, geht es jetzt in schroffere und höhere Berge (4000 m) mit Traversen und Aufstiegen an z.T. steilen Hängen. Hier kommt die Variante Abrutschen dazu. Denke wir sind uns einig, so etwas gilt es zu vermeiden. 😉

Was tun, welchen Weg nehmen?

  1. roter Weg (originaler CDT)
  2. mögliche kritische Bereiche gleich auf grün/blau umgehen
  3. wie viele, ein Flip Flop machen, komplett (nach Kanada fahren und SOBO laufen) oder teilweise (eine Sektion im Norden vorziehen)
  4. (nicht lachen) runter vom CDT und quer durchs Land Richtung Seattle (Rückflug geht von da) auf verschiedenen Wanderwege + Hitch hiken und ÖPNV
  5. rot starten und an kritischen Stellen auf grün/blau umschwenken
Orte fernab der Strecke sind die „Resupply-Möglichkeiten“ wie gerade Chama

OK, 4 habe ich schnell gestrichen, 3 ist mir zu aufwendig (Wege/Zeit, Geld, gibt da auch kritische Stellen).

1 uff, habe die Berichte gelesen, das ist kein Sonntagsspaziergang. Einige starten vor 5 morgens, andere nutzen das Wort scary zu oft … also ne.

Variante 2 startet mit 10 Meilen Straße und garnicht probieren ist auch keine Lösung 😉.

Also 5. Es gibt zwei Querverbindungen, die ich auf anderen Karten gefunden habe, eine ist auch schon jemand gegangen. Notfalls ganz zurück, auch nach Chama und dann Nr. 2. Alles kostet relativ viel Zeit … d.h. Verpflegung.

In den letzten Tagen habe ich alle Hiker (<10) gefragt, was sie machen … leider fast 50:50 zwischen 1 und 2. 😕


❄️ Hat mich irgendwie an die Situation in der Arktis erinnert, als der Winter zwei Monate früher kam. ❄️

Ellesmere Island, Nunavut, Kanada

Nur da war es irgendwie einfacher. In der Sache sicher schwieriger und mit Konsequenzen wie kleinen Erfrierungen aber kaum Alternativen, was ich machen kann.


Als Verstärkung hatte ich mir neben Merino-Sachen diese Hardware hergeschickt.


In spätestens einer Woche weiß ich was meine Entscheidung wert war. Ich werde berichten. 😎

Dies & Das (Update)

El Dze sucht Gas, evtl. eine neue Isomatte und Wasserentkeimer. Empfehlungen aus der FarOut-App im Bild. Ich mich auf den Weg gemacht…

Erste Runde nix (und das ist hier verdammt übersichtlich), zweite Runde mit GoogleMaps, nix.

In die Post. Laden/Adresse gezeigt, er sagt: „Da gegenüber.“ Ich, schaue und denke mist mein schlechtes Ausländisch wieder. Frage nochmal. Er grinst, da gegenüber wiederholt er. Schaue verzweifelt … sehe nicht was ein Outdoor-Laden sein könnte. Nur das:

Ich frage zur Sicherheit: „Der Caravan?“

Er freut sich: „Yes.“

Keiner da, hab‘ eine Mail geschrieben.


Gelernt: Manches wörtlichen nehmen. Outdoor … 😁

Fast alles bekommen. 😎

Aufbruch

Die Stunde sogar unterboten. Sonne scheint und es wird sofort T-Shirt-Wetter.

Das Solarkraftwerk ist angeschlossen. So bekomme ich an sonnigen Tagen, auch auf einer Strecke mit Wald, eine Powerbank 10.000 mAh fast voll.

Die zwei Wasserflaschen an der Seite sind leer. Laufe nur noch mit 1,5 l. Ganz ohne Filter oder Chemie trinke auch ich das Wasser hier nicht.


10 vor neun, ich mach dann mal los. 😎

Ausrüstung

Küche

Klar ist, ein Gasherd muss es sein und die Kartuschen zum Schrauben (EN417). Gibt es an jeder Ecke, mit einer interessanten Preisspanne: 10 bis 17 $ die die 240/250 g Kartusche hatte ich. Ich hatte mir, wie auch Essen, bei Amazon-US bestellt und ins erste Motel liefern lassen.

Auch hier kann man sparen, am Gewicht (nicht $), es gibt ja ganz ganz kleine Kartuschen. Haben viele.

Den Primus Express Stove nutze ich. Ob MSR, Jetboil, Primus … die sind alle ausentwickelt. Würde hier nur nix billiges holen.

Evtl. ein System (Kocher, Topf, (Kartusche)), noch kleiner und effizienter. Aber dann ist nix mit Tortillas warm machen. 😁

Aus rechtlichen Gründen musste ich einen Unschärfefilter nutzen. 😢

Ein Topf mit Deckel, ein langer Löffel (Essen aus Tüten) und evtl. ein (blaues) Becherchen, das auch zum Wasserschöpfen (und evtl. zum Reden) taugt, reichen aus. Messer ist ja eh an Board.

😉 Das mit dem blauen Becher ist eine längere Geschichte (hier Hohe Arktis 2013)

Rucksack

Hier liege ich mit dem Hyperlite Mountain Gear 4400 Windrider 70L fast voll im Trend. Viele haben die Nummer kleiner 55 l, die meisten sind aber auch kleiner 😏 … dann sind die Sachen weniger, der Schlafsack kürzer …

Wiegt 1 kg, hat aber wenig Einstellmöglichkeiten, der muss probiert werden sonst kann es schief gehen. Ab 180 cm von den drei Größen, gleich die größte versuchen.

Links im Bild der Rucksack

Sieht etwas unordentlich aus, aber ihr werdet die Außenfächer lieben lernen. 😍 Vorne habe ich noch einen Flaschenhalter und eine Tasche für Telefon/Brille (Mammut bzw. Hyperlite).

Und bleibt deutlich unter 15 kg (ohne Essen/Wasser). Das habe ich gelernt. 🙄


Das nächste mal Schlafsack und Klamotten …

Dies & Das

Glamping

Ab morgen fehlen Tisch und Bänke 😢. Zur Belohnung geht es aber wieder auf über 3000 m um schön runterschauen zu können.


Dem medizinischen Team …

… in Landes- und Bundeshaushalt mein Dank. 🙏 Eure Vorbereitung war so gut, dass erst zwei Tabletten weg sind und die gingen an einen leidenden Kollegen.

Damit ihr nicht traurig seid, wenn ich nichts nutze, mache ich folgendes: Alle Pillen lose in eine große Tüte, mische gut durch und esse jeden Tag, sagen wir drei bis fünf Stück, je nach Größe. 😁 (Achtung Scherz!)


Haltet durch …

… und elektrifiziert das Land, wenn ihr euch angesprochen fühlt. 👍