Woche 2

Lob

Den Wochenrückblick möchte ich mit einem Lob auf die Übernachtungs- und Logistikbranche, insbesondere die US-Post starten. Alle Pakete kamen an bzw. waren noch da.

  • schon aus Deutschland Bestelltes war im Starthotel
  • aus Lordsburg an unterschiedlichen Stellen geschickte Pakete
  • über Amazon bestellte Nachkäufe an die Strecke
  • und in Hotels Gelassenes
Illustration: Weihnachten morgens um 10 Uhr im Postamt von Silver City.

Strecke

Die hatte es in sich, wie ich schon schrieb. Im Nachhinein überwiegt natürlich immer das Schöne. 😎

Und ihn kennen manche schon aus meinem Vortrag über den Urlaub in der hohen Arktis, mein kleiner blauer Becher. 😍

Hier unterstützt er bei der Wassergewinnung.

Die Community

… ist vielschichtig. Quantitativ vorne nach meiner Beobachtung ist die Gruppe der „Jungen Wilden“, gefolgt von den „(Real) Thruhikern“ oder die es unbeding werden wollen. Mit Abstand folgen dann einzelne Touristen mit anspruchsvollen Vorhaben (hier sehe ich mich) und Pärchen (hoffe das Wort ist noch p.c.), die ihre Beziehung vermutlich völlig krisenfest machen. 😁

TX_Jeff (72) rechts und El_Dze (55) links

So einseitig wie in der IT in Deutschland ist das Verhältnis zwischen Mädchen und Jungs nicht auf dem Trail.

Mit 55 ist man klar auf der älteren Seite der Teilnehmer*Innen 🤣 vermute ich. Kenne bisher ja nur eine Leute eine Woche um meinen Start.

Ich halte euch informiert 😎.


Opuntia al horno

Viele kennen sicher die spanische Köstlichkeit „Alcachofas al horno“ in NM gibt es eine verwandte Köstlichkeit, die „Opuntia al horno“. Entdeckt ca. 1250 AD durch die Kultur der Mogollón. Angeblich nach Waldbränden „entdeckt“.

Für mich nachvollziehbar, nachdem ich das erste Gebiet teilweise umging, in welchem es bis vor kurzem noch brannte. ¡Que rica! 😎


Ich freue mich auf Woche 3.

Dies & Das

Unter diesen Bäumen verbrachte nicht nur ich die Nacht zum Sonntag …

… auch die Ratón Gigantes Chino muss hier wohnen. Das mit den Stöckchen essen hat sie nicht ganz verstanden. 🤔

Gestern sahen noch beide wie der Rechte aus.
knappe 5 cm .. Kann nur dir o.g. Art Maus sein.

Heute in Silver City angekommen. Mal 25 km ganz ohne Natur.

Jau, 100% der Strecke war so.
OK ein, zwei schöne Schilder gab es.
Da bin ich erst. Bei Meile 160.

In den Wald (26.4.)

Für Freunde des Harzes: 42 km, gute 1.100 hm und dieses Streckenprofil…

… man könnte es für den Brocken-Marathon halten (wo ein Stück fehlt). Aber zurück zur Wanderung.

Frühstart in Lordsburg, um 4 Uhr auf der Strecke. So früh, weil die zwei einzigenWasserstellen nicht ganz „safe“ waren.

Zunächst an einer Straße entlang, dann in die Dunkelheit. Geräusche die begeistern: Rennende Rinder, die sich ob des frühen Wanderers wohl erschrocken hatten und zum ersten Mal waren Kojoten zu hören. Und immer noch dunkel wie im Kuhpopo.

Dann kam sie langsam, die Sonne…

Das Ziel vor Augen, den Weg im Fokus (könnte auch bei LinkedIn stehen)

Gute 20 km wie in den Tagen davor. Gras, Kakteen, Palmenartige und Sträucher. Aber ein neues Tier kam vorbei.

Der Riesenlöffelhase

Leute ich muss den Wald, das ewige Eis und zu viele Klapperschlange vertagen. Cowboy-Camping auf 2.200 m kann recht frisch sein. Kalte Hände 🥶


Aus der wüsten Landschaft bei Lordsburg, über einen Trockenwald, in einen märkischen Kiefernwal und wieder raus. Dass fasst die Strecke recht gut zusammen. Fast kommentarlos ein paar Bilder dazu:

Natürlich war es Quarz und kein Eis (Nachts waren hier auf ca. 2400 m immer noch um die 4 Grad +). Der Gipfel eines Berges strahlte schon von Weitem in gleißendem Licht. Den Umweg musste ich machen… ☺️

Wirklich unangenehm waren zwei weitere Kontakte mit Klapperschlangen. In den dichten Trockenwäldern gibt es auch viele viele Sträucher und Gras und so weiter. Das hat den sehr unangenehmen Nachteil, man hört die aufgeregt Schlange nur, sieht sie nicht. 😨 Vor, stehen bleiben, zur Seite oder zurück, alles spannende Möglichkeiten … Telefonjocker geht auch nicht, kein Netz.

Das ist keine Klapperschlange. Die Ängstlichen üben hier mit Kühen, die im Weg stehen.

Ne, ich fand’s auch nur bedingt lustig. Bin immer langsam gerade aus weiter.

Das waren die 42 km. Und am Ende kein Wasser, wo eigentlich welches sein sollte 😭. Das trug zur schlechten Laune bei. Ein Kollege half aus und die zwei Folgetage wurden um geplant. 😎

Nur eine Illustration

25.04. Es war Gammeltag (el día de la Pereza)

Vielen Dank für die vielen Wünsche und Nachrichten. Wusste garnicht, dass ich so viele Leute kenne. 😊

Ich war in Lordsburg und habe heimlich (US-Sicht) ein Bier getrunken und -noch wichtiger- mich auf einen Frühstart (03:30 Uhr) am 26. vorbereitet. Es standen 42 km mit 1100 hm an.

Über den 26. (gestern) Berichte ich noch, es sei aber schon verraten, es lief wie geplant (früher hätte man gesagt wie ein Länderspiel) und ich machte einen Abstecher zum ersten Gletscher auf der Strecke (siehe Foto).

El Dze und das ewige Eis 😉

Das waren ein paar kurze Grüße aus der Mittagspause. Hier noch ein Eindruck wo das ist, auf dem Trail.

El camino es la meta.

Woche 1

84 Meilen / 135 km sind in der ersten Woche erwandert. Klingt verdammt wenig, wenn man bedenkt, dass ich die Strecke schon das eine oder andere Mal in 24h gejoggt bin. 🙄

Es ist nicht vergleichbar, jaaa ich weiß. Und ich liege noch in meinem Plan, den ich garnicht habe. 😎

Einige schräge und auch einige normale Menschen getroffen. Beide Gruppen machen auf dem Trail was her, machen Spaß. 😁 Zuletzt habe ich unterwegs noch ein, zwei Leute getroffen. An den Wasserstellen dann auch mal drei. Die Leute verteilen sich oder manche laufen auch nur Sektionen.

Eine Illustration (Hachita)

Ich musste öfter und weiter aus meiner Komfortzone als ich eigentlich wollte. Aber, es war geil. Die Landschaft, wenn man es nicht denkt, war immer wieder anders, neu, aufregend. Alte Minen, interessante Wasserstellen, Tiere die ich so dicht noch nicht sah … ich war und bin begeistert. 🤩

Noch eine Illustration (Schacht in eine alte Mine)

Ich freue mich auf Woche 2, die morgen um 3:30 Uhr (a.m.) beginnt. 😎