Don’t drink and hike …

… könnte man als belehrenden Kommentar zu den hier gezeigten, nicht einmal 3 km vermuten. Den Weg suche hieß das Spiel. Dazu möglichst wenige Höhenmeter umsonst gehen und minimales postholing (tief im Schnee versinken).

Da wo der grüne Smily hinzeigt gab es eine landschaftlich sehr schöne Sackgasse, jedenfalls für mich …

… das Wasser stürzt sich hier todesmutig in den Abgrund.

Auch aus anderer Perspektive schön anzusehen 😎:

Nett oder?

Klar habe ich einen Weg gefunden, ihr könntet das hier sonst nicht lesen. 🙄


Auf den ersten 5 km blieb verdamt viel Kraft auf der Strecke. Ein Berg fiel mir auch noch auf den Fuß. Halbschlechte Laune dazu und der Tag kann nur gut werden.

Weiter ging es auf nervigen (jaaa das ist ein Jammerpost) Forststraßen. Zur zum Highway der auch über den Cumbres Pass führt. Kurz vor’m Pass … endlich ein Jeep hielt. 😊


Musste so nicht auf der blöde Straße wandern.

Aber, (fast) kein Tag ohne nette Geschichte 🙂

Der Fahrer, erfolgreicher Angler und freundlicher Latino … aber das erzähle ich später. Bringen wir (ich schreibe, ihr lest) erstmal den Jammerpost zu Ende.


20 km gewandert, Hiker-Frequenz hier, auf green deuich höher, 2,5 statt 0,5 pro Tag. Der Zeltplatz war super. Das Flüsschen leider nicht zum Bad am Morgen geeignet. Es ist zu kräftig.


Haltet durch, auch auf der grüne Alternative. 😎

Der Urlauberrat hat getagt …

… und den neuen Weg festgelegt: Morgen vorerst die letzte Schneeetappe Richtung grüner Weg.

Die Abstimmung war knapp 3:2 für die Änderung des Weges. El Dze, Ein Häcker, Karsten, der Dicke und der blaue Becher waren dabei. 😎

El Dze ist ein wenig traurig.

Wechsel der Strecke nicht weil es zu gefährlich ist … es macht zu oft keinen Spaß, nervt einfach zu viel Schnee. Ab Mittags oft bis zur Hüfte weg ..😕

Heute nur 11 km. Das kurze Stück in schwarz auf der Karte dauerte alleine gute 1,5 h. Zum See (wollte da zelten), dann nach oben und dann den rot gestrichelten Weg finden

Topografisch Karte Colorado (offline) in der App Locus.

Am rot gestrichelten Weg gehe ich morgen weiter.


Zwei drei Bilder von heute trotzdem:

Vom See hoch und wieder runter, da fand ich keine Fotos auf dem Film. Hatte ich wohl was anderes zu tun. 😁

In 5 … 6 Tagen geht es weiter nördlich zurück auf die rote Linie. Dort soll es besser sein.


Ausrüstung:

Als Schuh habe ich jetzt den Raptor Ultra 2 (in 49, der ist für italienische Zwerge konzipiert) von La Sportiv. Gamaschen … nix besonderes, sind sehr hilfreich.

Die Eisaxt habe ich nur an einer Stelle bemüht.

Das Gute, den Wettlauf gewann ich 😎.

Wie weiter? (Change Management 😉)

Mal etwas mehr Text zu meinen Planspielen. Warum so ein Theater mögen manche fragen? 🙄 Es ist ein lange lange vorbereitetes „Projekt“ mit nicht trivialen Aspekten wie Job, Privates und Geld. Dann vielleicht auch das vorletzte Abenteuer in der Dimension … altersbedingt 😁. Kurz: Es sollte schon alles klappen und cool sein.


Das „Wie weiter?“ beschäftigt mich seit gut zwei Wochen intensiv. Dieser Winter war extrem schneereich, so dass der Trail noch unter viel Schnee begraben ist. Wenn bisher der Schnee anstrengend war, sagen wir mal, ein Beinbruch das Maximum der Probleme dargestellt hätte, geht es jetzt in schroffere und höhere Berge (4000 m) mit Traversen und Aufstiegen an z.T. steilen Hängen. Hier kommt die Variante Abrutschen dazu. Denke wir sind uns einig, so etwas gilt es zu vermeiden. 😉

Was tun, welchen Weg nehmen?

  1. roter Weg (originaler CDT)
  2. mögliche kritische Bereiche gleich auf grün/blau umgehen
  3. wie viele, ein Flip Flop machen, komplett (nach Kanada fahren und SOBO laufen) oder teilweise (eine Sektion im Norden vorziehen)
  4. (nicht lachen) runter vom CDT und quer durchs Land Richtung Seattle (Rückflug geht von da) auf verschiedenen Wanderwege + Hitch hiken und ÖPNV
  5. rot starten und an kritischen Stellen auf grün/blau umschwenken
Orte fernab der Strecke sind die „Resupply-Möglichkeiten“ wie gerade Chama

OK, 4 habe ich schnell gestrichen, 3 ist mir zu aufwendig (Wege/Zeit, Geld, gibt da auch kritische Stellen).

1 uff, habe die Berichte gelesen, das ist kein Sonntagsspaziergang. Einige starten vor 5 morgens, andere nutzen das Wort scary zu oft … also ne.

Variante 2 startet mit 10 Meilen Straße und garnicht probieren ist auch keine Lösung 😉.

Also 5. Es gibt zwei Querverbindungen, die ich auf anderen Karten gefunden habe, eine ist auch schon jemand gegangen. Notfalls ganz zurück, auch nach Chama und dann Nr. 2. Alles kostet relativ viel Zeit … d.h. Verpflegung.

In den letzten Tagen habe ich alle Hiker (<10) gefragt, was sie machen … leider fast 50:50 zwischen 1 und 2. 😕


❄️ Hat mich irgendwie an die Situation in der Arktis erinnert, als der Winter zwei Monate früher kam. ❄️

Ellesmere Island, Nunavut, Kanada

Nur da war es irgendwie einfacher. In der Sache sicher schwieriger und mit Konsequenzen wie kleinen Erfrierungen aber kaum Alternativen, was ich machen kann.


Als Verstärkung hatte ich mir neben Merino-Sachen diese Hardware hergeschickt.


In spätestens einer Woche weiß ich was meine Entscheidung wert war. Ich werde berichten. 😎

Live: Chama

Nicht die Huschebahn hat mich nach Chama gebracht, sondern die freundliche Marketing-Chefin der Huschebahngesellschaft. 😁

Hiker 50 $ others 75 $ 👍

Wenn hier John Wayne im Kostüm reinkommt, wundere ich mich nicht. 🙃


Habe Wochenende 😊.

Das Mongoleiding 🇲🇳

Erklärung, weil ich den Begriff hier in Beiträgen genutzt habe.


Vor etwa 29 Jahren fragte ich mich, warum noch niemand durch die Mongolei, durch die Gobi geradelt ist.

Vor etwa 28 Jahren bin ich dann aufgebrochen um genau dies zu tun.

Bevor ich zum Kern der Sache komme, muss ich sagen es gibt viele Gemeinsamkeiten zu meinem Urlaub jetzt:

Probleme mit Wasser
Hilfsbereite Einheimische
Sie schießen gerne
Sie gehen gerne zu großen Sportveranstaltungen (OK Puch statt Fútbol)

Aber ich will euch nicht mit Geschichten aus der Mongolei langweilen.

Es ging um 2 Monate und 2 Wochen (die komische Zeit resultierte aus den damaligen Visa-Bedingungen … ich schweife ab, sehe ich gerade).

Also die Planung damals:

1. Interkulturelles Training bei einer Familie von Freunden.

2. Tourismus und erste Ausfahrt mit dem Rad mit der Familie (die im Auto)

3. 7 Wochen durch die Gobi

4. Ausklingen lassen


Für 3 musste ich mich verpflegen. Das tat ich schon in Berlin. Auch fast wie heute. Tütensuppen, Kartoffelpüree, Riegel, Trockenfrüchte u.a. Es gab dann noch Sachen die ich in Ulaanbaatar besorgte bzw. unterwegs geschenkt bekam.

Dann ging es nur noch um die Mengen. Um die Reisetage zu ermittel multiplizierete ich dann die 5 mit der 7 und kam auf rund 35 und packte fröhlich. Flog los, absolviert 1 und 2 der Panung und radelt los.

Ich radelt, aß und bekam Geschenke/Nahrung (siehe Foto). So ging das einige Wochen gut.

Exos (Hecht) … auf dem Weg in die Gobi

Irgendwann wurde mein Gepäck doll wenig. Insbesondere die Vorräte. Dramatisch wenig…

Grübeln 🤔… Dann der Geistesblitz: Wenn man 7 Wochen unterwegs ist, dann sollte man eine 7 mit einer 7 multiplizieren 💡. Wie ich auf die 5 kam, keine Idee. Hat zu der Zeit sicher nichts mit Arbeitstagen zu tun gehabt 😁.

Es gab dann halbe Tütensuppen pro Tag. Traf ich auf, damals noch nomadisch lebende Familien wurde ich eingeladen, konnte ihnen aber nichts abkaufen. Kleinigkeiten waren immer „padarok“ (Russisch Geschenk).

Ich radelt, hungerte und machte zusätzliche Löcher in den Gürtel. Als ich in Berlin ankam, sah ich problematisch aus, jede Rippe war zu sehe. Ja grinst nur .. 🙄


So etwas passierte mir nicht noch einmal …

Der 2. v.l. bin ich.