Ausrüstung

Sorry für das gleich folgende Wortspiel. Mit diesem tue ich bestimmt 17 % der Thruhiker Unrecht an. 😔 Beides hat seine Reize.

Thruhiker

  • die Strecke auf jeden Fall schaffen, ein Flip Flop (auf der Zielseite etwas nach unten scrollen) ist normal – Ankommen ist das Ziel
  • bei Alternativen eher die „fast laine“ statt den „scenic trail“
  • Fotos, klar ein zwei am Tag, Insta wird bedient
  • relativ klarer Plan und genaue Vorbereitung
  • ist deutlich schneller unterwegs

Truehiker

  • Ankommen ist geil, eine schöne Zeit das Größte (der Weg ist das Ziel)
  • viel sehen, mal einen Tag länger an schönen Orten bleiben, flexibele Planung
  • krasse problemzonen umlaufen/auslassen statt Flip Flop
  • Fotos, Blog oder andere Kanäle werden bedient
  • deutlich langsamer unterwegs

Sicherheitsbedürfnis, persönliche Voraussetzungen und Macken spielen unabhängig von der Einteilung oben auch einen Rolle.


Klar, dass ich eher zu den Truehikern zähle. Mein globaler Plan ist, keinen zu haben. Ich bin ja im Urlaub. Am 21. September 2023 habe ich ein Date in Athen (🇬🇷), das ist mein Zeitrahmen. Abflug aus Seattle.

Das gilt es zu berücksichtigen wenn ich etwas zu meinem Gepäck schreibe.


Elektrische Geräte

Nutze ein Samsung S 23 Ultra für das Fotografieren, das Navigieren (FarOut + Locus inkl. Topo-Karten) und Kommunizieren. Letzteres auch in Kombination mit einem Garmin InReach Mini 2. Habe ein S 22 Ultra als Backup (berufsbedingt 😎) dabei.

Aus Spaß zeichne ich meine Strecken mit meiner Uhr (Fenix 7x Solar) auf. All das zieht Strom, insbesondere das Fotografieren + Folgetätigkeiten.

Als Kraftwerk habe ich zwei 10 A/h Nitecore Power Banks und einen Solarlader bei. Wer schneller ist, kaum fotografiert kann eine PB und den Solarlader zu Hause lassen. Spart 450 g, was viel ist.


Zelt

Tja, der sichtbarste Unterschied zu fast allen auf dem Trail. 1,6 kg sind fast 2 Pfund mehr als die Ultraleicht-Zelte. Alter + Macken schlagen hier bei mir zu:

  • möchte ein freistehendes Zelt; schneller Aufbau ohne Heringe und/oder Wanderstöcke nutzen zu müssen
  • sturmfest, um auch exponierten Zeltplätze nutzen zu können
  • Innen- und Außenzelt einzeln oder zusammen aufbaubar, Faulheit 😁
  • greife gerne auf erbrobtes zurück

Das Seamless 1-2 von Vaude hat auch seine Preis. 800 € als ich es kaufte.


Schuhe

zu dem Thema schreib ich schon einiges. Muss mich bisher auch nicht berichtigen. Liege auch voll im Trend, kein Unterschied zu den schnellen Kolleginnen und Kollegen.

Hier war das Umdenken von „normalen Touren“ dringen notwendig. Eine Beratung in einem Outdoor-Shop, kann schief gehen wenn dort noch niemand solche Trails gemacht hat.

Wenn man die Marke hier nachkaufen kann, um so einfacher.

Meine Altra Trail-Runners an den Füßen und eine 30 € Decathlon-Sandale am Rucksack. 100 € mehr bringen bei der Sandale vielleicht nochmal 200g minus … max.

Für die hohen Berge warten Leichtwanderschuhe auf mich, ich halte euch informiert.


Wird fortgesetzt … 😎

Gestern, heute und morgen

Wo bin ich?

Der Link verrät meistens meinen Standort. Manchmal geht aber auch das Garmin InReach Mini 2 schlafen dann hilft nix oder ihr müsst oben rechts auf Orten klicken.


In Cuba ging es los, der Cumbre Pass ist der rote Klingel mit der schönen 2. oben in der Mitte. Gelb, was 10 Meilen (16,2 km) sind.

Da wo der dicke Pfeil ist, bin ich heute (angekommen) und morgen (Tourismus hier vor Ort machen). Der Ort, die Ghost Ranch.


Hier mal gewanderten 1120 km aus einer anderen Perspektive.


Dann langweile ich nicht weiter mit Karten, sonder suche nette Lichtbilder der beiden Tage raus. 🤔


Ein True-Hiker nimmt sich die Zeit, zum Abschied zu winken. Das machen nicht alle Thru-Hiker. 😁

El mundo es un pañuelo.

Aus Cuba raus vor vier Tagen ihr erinnert euch? 1300 hm, 30 km, Unwetter … Gut. 👍

Was ich nicht erzählt habe, ein Unwetter erwischte mich an einem Trail-Head. Eine fröhliche, einheimischen Mehrtageswanderin (Dana), war kurz vor mir in ihren weißen Bus geflüchtet.

Klar wird man eingeladen. Standheizung, Kaffee, Kekse … das volle Programm. 😀 Eine deutsche Kollegin wurde auch noch aufgenommen.

War lustig obwohl nur ausländisch gesprochen wurde. Nach 2h blauer Himmel, Dana machte noch ein Foto und jeder ging seiner Wege.


Gestern, also drei Tage nach dem oben erwähnten, kam ich gegen Mittag an die erste befestigte Straße. Diese musste ich nicht entlanglaufen nur queren. Und, welche Farbe hatte der Bus der „just in Time“ die Straße entlang fuhr? Naaaa… 🤔


Hammer seid ihr gut 😁

Adiós Cuba

Es geht nach Colorado zum Cumbres Pass. Je nach Wetter und Laune 7 bis 9 Tage. Von dem Pass trampt man, so auch ich, nach Chama. Dort liegt die Winterausrüstung bei der Post. Und ich muss nachdenken … Ethliche Kollegen und Kolleginnen starten von dort einen Flip Flop (auf der Zielseite etwas nach unten scrollen) um den Schnee austricksen 😜. Später mehr dazu.

Wie schon in der Kosmos-Mail geschrieben, Landschaft und Herausforderungen änderten sich extrem. Hier einige der wenigen Fotos der letzten beiden Tage.

Die Laune, besset das Gemüt, war nicht voll auf Euphorie eingestellt …

Heute hatte ich einen problematisch und kalten Start, so dass ich mich mit einem schönen Zeltplatz belohnt habe. Fluss, Wiese und eine Feuerstelle. Das schon nach knapp 20 km. Nur kommt niemand um hier ein Feuer zu machen 🙄.

Musste den Schlafsack gesund machen und fast alles trocknen …

Mal sehen wie es morgen wird. Haltet durch. 😎


Geschrieben am Freitag, hochladen werde ich, wenn wieder Netz zugegen ist.

Zero day in Cuba / Ausrüstung

Wasser und Wasseraufbereitung

Große Wassersäcke/-schläche oder „echte“ Wasserflaschen sind Dinge die ich unterwegs bei niemandem sah. Meinen ultraleichten 4l Schlauch habe ich nie genutzt und bald in eine Hiker-Box gelegt.

Meine (Einweg)Wasserflaschen (5l in Summe)

Die meisten kaufen sich im Supermarkt das Trinkwasser „smart water“ und nutzen die Einwegflasche über Wochen hinweg. Ich habe Literflaschen genommen.

Der Vorteil, die Sawyer-Filter (kommt gleich) passen direkt auf die Verschlüsse der Marke. So kann man direkt trinken und auch einfach Filtern.

Viele haben noch ein Trinksystem mit kleinen Schläuchen. Ich habe mir einen Flaschenhalter (von Mammut) für den Schultergurt des Rucksacks gekauft. Ist bequem und die Flasche beim Wandern immer zur Hand.


Zero day heisst auch immer Filter reinigen. Ich habe einen Sawyer Mini und Standard mit. Schaffen x-tausend Liter ABER müssen, je nach Verschmutzung des Wassers, schon nach 5l greinigt/gespült werden. Siehe die Spritze im Foto unten.

Die Nylon-Socke ist zum Vorfiltern, wenn es ganz arg kommt. Also Bein Algen, Tieren (Bugs, Goldfischen) oder zu viele Sedimente.

Ich nutze oft auch nur Micropur (klares Wasser aus der Natur) oder wenn’s ganz böse kommt, Filter + Micropur (z.b. zu viel Rindersabber im Wasser). Ein Unterschied: Filter können keine Viren, Micropur braucht lange bei Parasiten.

Wasser zum Kochen behandelte ich nie. Da vertraue ich auf die 95 bis 97 °C, wenn das Wasser kocht. 🦠 –> ☠️

Wie man mit Quellwasser oder dem, aus den Caches umgeht, muss jeder selbst wissen/entscheiden. Ich bin faul und habe trotzdem noch nie Probleme gehabt. 😎


Tipp:

  • Filter und Micropur (wenn man nix gegen gechlortes Wasser hat) vorab besorgen
  • Wasserflaschen zu Hause lassen und hier in den Supermarkt gehen
  • Trinkflaschenhalter am Schultergurt
  • Einen Becher bzw. Teile vom Kochgeschirr, weil man manchmal Wasser aus sehr flachen Quellen schöpfen muss.
  • ggf. Trinksystem mit Beutel