Salida –> Twin Lakes (Tag 1+2)

Zum wiederholten Male lärmt der Fluss, der sehr sehr erfrischend daherkommt, bei waschen. 🥴

Mittags gab es schon ein zwei Infos, hier nur noch ein paar Eindrücke von der sehr vielfältigen Strecke. Macht Spaß, auch wenn es nicht mächtig gewaltig spektakulär ist.


Haltet durch, ich wünsche mir erstmal eine gute Nacht 😎.

Weg nach Salida

Viel Wald und Wasser und am Schluss wieder Gebirge. Das ist die Kurzbeschreibung der Woche.


Nicht textlastig, gelle?

Haltet durch. 😎

Streifenhörnchen auf Drogen & Honecker

Mittagspause, habe im Wald gelegen, Rucksack als Kopfkissen. 10 m entfernt die Streifenhörnchen, wie meist, rennend. Sozusagen parallel zum liegenden El Dze. Dann, synchron, eine Richtungsänderung zu mir. Rasen auf mich zu und vergrößern den Abstand zwischen sich. Ein Tier rennt hinter meinem Kopf über den Rucksack, das andere über meine Beine. War vermutlich eine Mutprobe oder sie hatten was im Essen.


Honecker: Keine Angst, nix politisches oder Ostalgie. In der Streifenhörnchenpause aß ich Mandeln mit Schokoladenüberzug (hat noch nix mit dem Bild unten zu tun). Gierig wie ich bin, eine ganze Handvoll in den Mund.

Bäh, die Schokolade hat wie die Schlager-Süßtafel im Osten geschmeckt. 🤮 Das erste Essen, welches in die Tonne ging.

Jetzt zum Bild. Die Postkarte musste ich kaufen. Der Farbstich, die Aufmachung … der Osten lebt. 😁

Aber Honecker? Ich wunderte mich kurz, warum er nach Chile gegangen ist und nicht in die USA, wo hier so einiges ostig ist.


Sehe die rollenden Augen. 😉 Seid zufrieden, dass hier nur 1% der Dinge landen, die mir unterwegs durch den Kopf gehen 😁.


Der Weg von Platoro nach South Fork

Mir wurde Textlastigkeit zur Last gelegt. 😁

Nun gut, dann jetzt nur Umgebung mit ganz wenig Text unter den Bildern der 56 km langen Strecke.


Gestern und heute im Profil weil …

… ich die Pyramide gut finde ….
… und es heute dermaßen bergab mit mir ging. 😎

Guten Morgen 🇪🇺 und Mahlzeit 🇯🇵.

Der geschenkte Fisch


Reisende sind in der Fremde oft mit kleinen und großen Herausforderungen konfrontiert. Sprache, Klima, Bräuche etc. die vollständige Liste wäre sehr lang …

Ein weiteres Problem kann entstehen, nach meiner Beobachtung handelt es sich um ein globales und zeitloses Problem, wenn grundsätzlich unterschiedliche Erfahrung aufeinander treffen. Die hellen von euch (also alle) ahnen es, es geht um geschenten Fisch.

Nehmen wir an der Reisende bin ich. Immer freundlich, Angler früher und oft hungrig.


An dieser Stelle muss ich, etwas sehr Seltens tun: Abschweifen. Plug-In-Story nennen wir das. Wer auch immer wir sind.

Der angelnde Latino (Ich hoffe das Wort ist in DE noch politisch korrekt, bin ja schon ’ne Weile weg.) der mich mitnahm, ihr erinnert euch? Die Unterhaltung war anfangs schwierig, ich war ja völlig durch, hatte sprachunabhängige Wortfindungsprobleme. Er verzweifelte an meinem Ausländisch. Sein letzter Versuch: „Hablas español?“ Da kam ich wieder in die Spur. 🙂. Hätte mir Gott einen weißen Amerikaner ohne Fremdsprachenkenntnisse (soll es geben hier) geschickt, ich würde noch an der Straße stehen. Warum schwiffte ich ab? 🤔 Ahhh… wollte klar machen, dass ich den Kollegen (Angler) richtig verstanden habe.


Zurück zum Fisch. Egal ob ein Highway in der USA heute oder eine Piste in der Wüste Gobi (🇲🇳) vor fast drei Jahrzehnten es gibt Menschen die wollen teilen -aber- sie haben noch nie Extrem-Campingurlaub gemacht. Der Spannungsbogen steigt, ich sehe es euch an …

Das resultierende Problem ist natürlich der Fisch bzw. dessen Zubereitung. Und sie versuchen dieses Problem auf den Reisenden (in der konkreten Geschichte ich) abzuwälzen. 😢

Das Problem wird konkret, die Schenkung wird eingeleitet: Es folgen lange Erläuterungen meinerseits, dass ich mich bedanke, glücklich schätzen würde, den Fisch geschenkt zu bekommen, Fisch gerne esse. Aber ich kann, von den Geräten und Zutaten her, keinen ganzen Fisch zubereiten. Das geht mit meinem Kocher nicht. Damals ein Hecht von gut 50 cm, vorgestern ein stattlicher Lachs. (Jaaaa, Lachs kann man roh essen und von Lagerfeuer habe ich auch schon gehört).

Das war ein herrliches Déjà-vu 😁.

Vorgestern konnte ich mich durchsetzen. Auch wenn ich glaube, er, der Angler, der Mitnehmende, der Latino hält mich jetzt für einen leicht Perversen (heißen hier in der Gegend Vegetarier*) und/oder für bekloppt. Er hat’s nicht verstanden denke ich und zum Glück kein Salz und Pfeffer in der Nähe.

Damit wären wir bei den Mongolen (alles Jungs) und fast 30 Jahre zurück. Dort konnte ich mich nicht durchsetzen (vermutlich mein schlechtes Russisch). Mein Einwand, die Zutaten betreffend wurde durch einen Ritt zur heimischen Jurte einfach weg gewischt. Die Kollegen brachten Salz und ein Gewürz. Ich hatte drei Tage Fisch … 🫤

Das Bild kennen einige schon. Ja, Bild war Show, alles andere essbare habe ich aber gegessen.

Ende 😎


* Vegetarier: Bin hier auf einem Campingplatz. Gestern Abend hier im angeschlossen Café kam die Chefin auf mich zu. Vorsichtig aber ernst mit der Frage: „Warum die deutschen Hiker beim Essen so komisch sind, sind ja fast alles Vegetarier?“ (Nein, die hier wohnenden und anwesenden Lokals entsprechen nicht dem Bild der burgergeformten …)