Ich hatte viele Bilder versprochen, im nächsten Ort. Zunächst muss ich Ort konkretisieren: Eine große Farm mit vielen Pferden, Ziegen …, zwei Zeltplätze und der Laden (Doc Campbell’s Post).
50% des Ortes
Kein Mobilfunknetz, Internet über den lieben Elon. Da ist wenig übrig p.P. 😢.
Ich versuch ein paar Impressionen der letzten 4 Tage und 90 km zu schicken.
Der Gila – keine Ahnung wie oft ich auf den ersten km furten musste. (min 3 mal pro km)Morgenstund‘ hat Quecksilber im FlussDas ist das Foto eine Diesel.Sie warten auf einen Fehltritt … 😁Furten (1): Klar warum man hier die Seite wechseln muss. Am X ging rein.Furten (2): Bild von der Stelle mit dem x.Eine Blume.Noch eine Blume. Fand ich lustig, die Kleckerburgen.Teile der Strecke waren wie ein FreilichtmuseeumAbteilung BlockhäuserEine alte Skischanze, die umgekippt ist.Furten (3): Nur Schienbein hoch und immer zu dritt. 😎Furten (4): So wirklich easy.Furten (5): So völlig beherrschbar. Jau Wanderschuhe und Hose bleibe an.Furten (6): Über andere Situationen mehr bei einem Lichtbildvortrag. 😉An der Strecke.Blick aus meinem Pool.Der Pool.Immer wieder schön.Davon gab’s viele viele. Vermutlich läuft jemand mit Barfußschuhen.🤔Packen morgens um 6.Frühstück halb 6.Nochmal Natur.
In Echt und Farbe ist es noch viel gewaltiger, schöne. 😊
Pro Tag 2 bis 4 Hiker getroffen, klar die haben mich überholt. Aber ich habe ja Urlaub 🙃.
Den Wochenrückblick möchte ich mit einem Lob auf die Übernachtungs- und Logistikbranche, insbesondere die US-Post starten. Alle Pakete kamen an bzw. waren noch da.
schon aus Deutschland Bestelltes war im Starthotel
aus Lordsburg an unterschiedlichen Stellen geschickte Pakete
über Amazon bestellte Nachkäufe an die Strecke
und in Hotels Gelassenes
Illustration: Weihnachten morgens um 10 Uhr im Postamt von Silver City.
Strecke
Die hatte es in sich, wie ich schon schrieb. Im Nachhinein überwiegt natürlich immer das Schöne. 😎
Unerwartet, ein Flusslauf mit FlussAm unerwarteten Flusslauf mit Fluss eine gigantische PappelAm Flusslauf, hier dann ohne Fluss, ein perfekter SchattenbaumPerspektivwechsel am SchattenbaumDie vermutlich größte Kuhtränke in NM (hatte noch genug Wasser aus dem Flusslauf mit Fluss)Ein Sandläufer
Und ihn kennen manche schon aus meinem Vortrag über den Urlaub in der hohen Arktis, mein kleiner blauer Becher. 😍
Hier unterstützt er bei der Wassergewinnung.
Die Community …
… ist vielschichtig. Quantitativ vorne nach meiner Beobachtung ist die Gruppe der „Jungen Wilden“, gefolgt von den „(Real) Thruhikern“ oder die es unbeding werden wollen. Mit Abstand folgen dann einzelne Touristen mit anspruchsvollen Vorhaben (hier sehe ich mich) und Pärchen (hoffe das Wort ist noch p.c.), die ihre Beziehung vermutlich völlig krisenfest machen. 😁
TX_Jeff (72) rechts und El_Dze (55) links
So einseitig wie in der IT in Deutschland ist das Verhältnis zwischen Mädchen und Jungs nicht auf dem Trail.
Mit 55 ist man klar auf der älteren Seite der Teilnehmer*Innen 🤣 vermute ich. Kenne bisher ja nur eine Leute eine Woche um meinen Start.
Ich halte euch informiert 😎.
Opuntia al horno
Viele kennen sicher die spanische Köstlichkeit „Alcachofas al horno“ in NM gibt es eine verwandte Köstlichkeit, die „Opuntia al horno“. Entdeckt ca. 1250 AD durch die Kultur der Mogollón. Angeblich nach Waldbränden „entdeckt“.
Für mich nachvollziehbar, nachdem ich das erste Gebiet teilweise umging, in welchem es bis vor kurzem noch brannte. ¡Que rica! 😎
Heute mal ein kompletter Tagesablauf. Am Ende stehen fröhliche 35 km auf dem Tacho. Aber, lasst mich in der Nacht zum 23. Beginnen …
… der sandige Zeltplatz und die kräftige Windböhen ließen kleine Dühnen im geschlossenen Zelt entstehen. 😣
Einfach ignorieren und schlafen ging dann. Bis um 5 Uhr das Telefon weckt. Zum Frühstück die Reste der konzentrieren Brokkolie-Cremesuppe (normale Tütensuppe mit einem Drittel des Wassers) vom Abend und ein kalt gekochter Kaffee (Beutelkaffee in Wasser gelegt, richtig gekocht schmeckt der hier auch nicht besser).
Essen, Packen, Wasser fassen und das Zelt abbauen unter einer Stunde und kurz vor 6 war ich mit Stirnlampe unterwegs. Temperatur um die 6 °. Perfekt 😁
Um 7 kommt langsam die Sonne. Am Himmel ist irgend etwas ganz anders …
(OK Wolken und ein Auto)
… Wolken. Das erste Mal Wolken am Himmel seit ich in New Mexico bin. Coooool.
Da es auch keine Berge gab dazu noch leichter, kühler Wind von hinten, waren nach 3 h ca. 13 km geschafft.
Die Landschaft am Anfang nicht ganz so klasse wie sonst, aber Kompensation nahte seitens der Fauna…
Eine Herde aus Pferden …… einem Esel …… und der Chef der Herde.
Sah fein aus, sollte noch nicht alles sein. Ein paar km weiter …
… ein Drachen …… und vermutlich eine Sonoran Gopher Snake (ungiftig).
Durch ihr Wohnzimmer ging der Pfad. Fand sie mittelmäßig.
Ich fand mittelmäßig, dass klar war, ich muss mir mein Wasser mit den Kühen teilen. Gab keine anderen Möglichkeiten unterwegs.
Quelle 1 ging noch, war auch keine Kuh zu sehen.Nachfüllen musste sein. Hier mit dem kleinen Filter, der auch direkt auf Plastikflaschen passt.
Die Filter sind „nur“ gegen Mikroben/Parasiten und Bakterien. Gegen Viren muss es Chemie sein. Habe Micropur mit, muss aber lange einwirken. Für den schnellen Schluck reichte der Filter.
Dann der verdiente Mittagsschlaf von 14 bis fast 15:30 Uhr.
Mein Schlaf mein.
Bei km 27 noch einmal Wasser tanken. Da ich nicht wusste ob ich bis zur nächsten Cache-Box (organisiere Wasserstellen) komme reichlich. Da wird das Filtern dann aufwendiger.
Im Schatten des Tanks, von dem das Wasser in einen Autoreifen läuft…… aus dem wir das Wasser nehmen. 🙄Filter in Groß mit Wasserbeuteln.
Als ich dann sah wie die Kuh da reinsabbert, legte ich mit Micropur nach. Ja, man ist auf solche Wasserstellen angewiesen. Man kann nicht alles tragen, wer es nicht mag, eher nicht hier wandern.
Weiter Richtung Nachtlager.
SuchbildMit Blümchen an der Strecke.
Kurz vor 17 Uhr war klar, ich komme bis zum Cache. Dann ein km vorm dem Ziel dann diese Begegnung:
Klapperschlange (nicht ungiftig)
Die sind echt laut. Unsre Wege trennten sich dann langsam. Und ich kam fröhlich an.
Das ist so ein Cache.
Das Lager -Cowboy-Camping- war schnell aufgebaut, der Kartoffelbrei (konzentriert) schnell gekocht. Insgesamt lagerten drei Leute hier. Ein Engländer und ein Kollege aus Hongkong kamen noch.
Danke an „die Eichenallee“ in Potsdam, wo ich das oft üben konnte 😎
Hinlegen, überlegen was war, was kommen kann. Zweifeln, Planspiele … all das kommt vor dem Einschlafen z.T. ziemlich intensiv…
Zum Abschluss zeige ich euch noch das, was ich in der Nacht als letztes sah.