Live: in South Fork, im Motel

Gelassenheit ist sicher ein Produkt der Wanderung, der Erlebnisse auf der Wanderung, dem man sich nicht entziehen kann. 🧘

Anfrage/Check-in ca. 30 min, ich einziger Kunde. (egal, der Kaffee war richtig gut für amerikanische Verhältnisse)

Zimmer/Cabin, nicht das gleiche für 2 Nächte, muss heute wechseln. (nun gut, ist doof, weil ich die Ausrüstung durchsehe/auspacke, aber machbar)

Cabin, scheinbar direkt vom Vormieter übernommen. (hat, ja zwei Schlafzimmer also kein Problem, eine Tür zu Müllhalde weg, OK auf frische Handtücher hat der stute Deutsche (ich) dann doch bestanden)

Kosten, hier kosten Zeltplätze so viel wie Motels in New Mexico , dann noch Ferien und Wochenende und die Rocky Mountains (die Sonderzahlung für den Öffentlichen Dienst kommt hoffentlich im Juni, Nachkauf und Waschen vor den nächsten 7 bis 9 Tagen Natur ist so auch einfacher)

Kommunikation mit Housekeeping – imposible (keine Ahnung was ihre native Sprache ist, Zeichen halfen, habe die Handtücher)

Abrechnung über Kreditkarte, AMEX informiert mich: Tag 1 abgebucht, Tag 2 abgebucht … zwei Stunden später nochmal eine Summe um 150 $. (zum Check-in, konnte ich ja gleich noch einen Kaffee ziehen, oh sorry unser Fehler, buchen wir gleich zurück)

Wenn ich jetzt Kleinigkeiten, wie das verstopfte Waschbecken aufführen würde oder den Sessel vor der Tür erklärte, Leute ihr würdet mich für kleinlich halten. 🙄

ABER – eine Sache konnte ich mir bisher nicht erklären, traue mich auch nicht zu fragen:

Was in aller Welt haben die Amis für große Tischventilatoren?

Egal, ich halte durch, in zwei Stunden soll ich aus der Cabin ins Zimmer ziehen.

Vamos a ver 😁

Der Weg von Platoro nach South Fork

Mir wurde Textlastigkeit zur Last gelegt. 😁

Nun gut, dann jetzt nur Umgebung mit ganz wenig Text unter den Bildern der 56 km langen Strecke.


Gestern und heute im Profil weil …

… ich die Pyramide gut finde ….
… und es heute dermaßen bergab mit mir ging. 😎

Guten Morgen 🇪🇺 und Mahlzeit 🇯🇵.

Don’t drink and hike …

… könnte man als belehrenden Kommentar zu den hier gezeigten, nicht einmal 3 km vermuten. Den Weg suche hieß das Spiel. Dazu möglichst wenige Höhenmeter umsonst gehen und minimales postholing (tief im Schnee versinken).

Da wo der grüne Smily hinzeigt gab es eine landschaftlich sehr schöne Sackgasse, jedenfalls für mich …

… das Wasser stürzt sich hier todesmutig in den Abgrund.

Auch aus anderer Perspektive schön anzusehen 😎:

Nett oder?

Klar habe ich einen Weg gefunden, ihr könntet das hier sonst nicht lesen. 🙄


Auf den ersten 5 km blieb verdamt viel Kraft auf der Strecke. Ein Berg fiel mir auch noch auf den Fuß. Halbschlechte Laune dazu und der Tag kann nur gut werden.

Weiter ging es auf nervigen (jaaa das ist ein Jammerpost) Forststraßen. Zur zum Highway der auch über den Cumbres Pass führt. Kurz vor’m Pass … endlich ein Jeep hielt. 😊


Musste so nicht auf der blöde Straße wandern.

Aber, (fast) kein Tag ohne nette Geschichte 🙂

Der Fahrer, erfolgreicher Angler und freundlicher Latino … aber das erzähle ich später. Bringen wir (ich schreibe, ihr lest) erstmal den Jammerpost zu Ende.


20 km gewandert, Hiker-Frequenz hier, auf green deuich höher, 2,5 statt 0,5 pro Tag. Der Zeltplatz war super. Das Flüsschen leider nicht zum Bad am Morgen geeignet. Es ist zu kräftig.


Haltet durch, auch auf der grüne Alternative. 😎

Der Urlauberrat hat getagt …

… und den neuen Weg festgelegt: Morgen vorerst die letzte Schneeetappe Richtung grüner Weg.

Die Abstimmung war knapp 3:2 für die Änderung des Weges. El Dze, Ein Häcker, Karsten, der Dicke und der blaue Becher waren dabei. 😎

El Dze ist ein wenig traurig.

Wechsel der Strecke nicht weil es zu gefährlich ist … es macht zu oft keinen Spaß, nervt einfach zu viel Schnee. Ab Mittags oft bis zur Hüfte weg ..😕

Heute nur 11 km. Das kurze Stück in schwarz auf der Karte dauerte alleine gute 1,5 h. Zum See (wollte da zelten), dann nach oben und dann den rot gestrichelten Weg finden

Topografisch Karte Colorado (offline) in der App Locus.

Am rot gestrichelten Weg gehe ich morgen weiter.


Zwei drei Bilder von heute trotzdem:

Vom See hoch und wieder runter, da fand ich keine Fotos auf dem Film. Hatte ich wohl was anderes zu tun. 😁

In 5 … 6 Tagen geht es weiter nördlich zurück auf die rote Linie. Dort soll es besser sein.


Ausrüstung:

Als Schuh habe ich jetzt den Raptor Ultra 2 (in 49, der ist für italienische Zwerge konzipiert) von La Sportiv. Gamaschen … nix besonderes, sind sehr hilfreich.

Die Eisaxt habe ich nur an einer Stelle bemüht.

Das Gute, den Wettlauf gewann ich 😎.

Genug gelabert …

… Bilder der letzten Wandertage. Natürlich beginne ich mit neuen Blumen.

Wie weiter? (Change Management 😉)

Mal etwas mehr Text zu meinen Planspielen. Warum so ein Theater mögen manche fragen? 🙄 Es ist ein lange lange vorbereitetes „Projekt“ mit nicht trivialen Aspekten wie Job, Privates und Geld. Dann vielleicht auch das vorletzte Abenteuer in der Dimension … altersbedingt 😁. Kurz: Es sollte schon alles klappen und cool sein.


Das „Wie weiter?“ beschäftigt mich seit gut zwei Wochen intensiv. Dieser Winter war extrem schneereich, so dass der Trail noch unter viel Schnee begraben ist. Wenn bisher der Schnee anstrengend war, sagen wir mal, ein Beinbruch das Maximum der Probleme dargestellt hätte, geht es jetzt in schroffere und höhere Berge (4000 m) mit Traversen und Aufstiegen an z.T. steilen Hängen. Hier kommt die Variante Abrutschen dazu. Denke wir sind uns einig, so etwas gilt es zu vermeiden. 😉

Was tun, welchen Weg nehmen?

  1. roter Weg (originaler CDT)
  2. mögliche kritische Bereiche gleich auf grün/blau umgehen
  3. wie viele, ein Flip Flop machen, komplett (nach Kanada fahren und SOBO laufen) oder teilweise (eine Sektion im Norden vorziehen)
  4. (nicht lachen) runter vom CDT und quer durchs Land Richtung Seattle (Rückflug geht von da) auf verschiedenen Wanderwege + Hitch hiken und ÖPNV
  5. rot starten und an kritischen Stellen auf grün/blau umschwenken
Orte fernab der Strecke sind die „Resupply-Möglichkeiten“ wie gerade Chama

OK, 4 habe ich schnell gestrichen, 3 ist mir zu aufwendig (Wege/Zeit, Geld, gibt da auch kritische Stellen).

1 uff, habe die Berichte gelesen, das ist kein Sonntagsspaziergang. Einige starten vor 5 morgens, andere nutzen das Wort scary zu oft … also ne.

Variante 2 startet mit 10 Meilen Straße und garnicht probieren ist auch keine Lösung 😉.

Also 5. Es gibt zwei Querverbindungen, die ich auf anderen Karten gefunden habe, eine ist auch schon jemand gegangen. Notfalls ganz zurück, auch nach Chama und dann Nr. 2. Alles kostet relativ viel Zeit … d.h. Verpflegung.

In den letzten Tagen habe ich alle Hiker (<10) gefragt, was sie machen … leider fast 50:50 zwischen 1 und 2. 😕


❄️ Hat mich irgendwie an die Situation in der Arktis erinnert, als der Winter zwei Monate früher kam. ❄️

Ellesmere Island, Nunavut, Kanada

Nur da war es irgendwie einfacher. In der Sache sicher schwieriger und mit Konsequenzen wie kleinen Erfrierungen aber kaum Alternativen, was ich machen kann.


Als Verstärkung hatte ich mir neben Merino-Sachen diese Hardware hergeschickt.


In spätestens einer Woche weiß ich was meine Entscheidung wert war. Ich werde berichten. 😎