@Reiseguppe Făgăraș 2024

Guten Morgen liebe potentielle @Reiseguppe, damit die Kaparten wieder ein Erlebnis werden, übe ich etwas in einer Gegend, die doch sehr ähnlich ist.

Der Făgăraș Anfang Juni, könnte fast sein?

Insbesondere beim Aufstieg möchte ich euch nicht wieder so lange aufhalten. Auch (fast) Stütze in Wasserfälle gilt es zu vermeiden. 😁

Technisch ist der Kammweg anspruchsvoller als das was ich hier auf dem CDT hisher hatte. Schnee und Das Furten mal außen vor.


Haltet durch 😎.

Ausrüstung Fortsetzug

Mache einen Zero-day, habe Zeit und Netz.


Hose

Viele laufen mit kurzen Hosen, zumindest in der Wüste und gemäßigten Gegenden. Nicht so mein Ding, Sonne und Gestrüpp, damit soll sich die Hose rumschlagen. Bin Fan von langen Hosen, die schnell trocken, viele Taschen haben und nicht 200 Taler wegen eines Logos kosten.

Kaufe seit Jahren die „5.11 Stryke TDU PANT“ im „Militärfachversand“.


Shirts & Co.

Folgendes habe ich doppelt im Gepäck: kurzes Shirt, Laufstrümpfe und Boxer. Einfach ein langes Laufshirt, eine kurze Sporthose und eine Laufjacke. Plus, jetzt kommt meine Macke&Luxus „Schlafsachen“, jetzt Merino vorher (bis Chama) Baumwolle.

Bin Markenbewusst, das meiste ist von Tchibo. 😁

Im Grunde alles Sachen, die ich bei meinen Marathons oder Ultras trage. Funktioniert auch hier alles bestens.

Was klar ist, ihr werdet stinken und müsst nachkaufen (oder mitnehmen und vorschicken, was planbar ist).


Wüste

Eher keine Empfehlung, nur was ich (Vielschwitzer und blasser Typ 👻) gemacht habe.

Da habe ich ein fest gewebtes, weites Baumwollhemd getragen. Extrem trockene Luft + Wind, da störte die Baumwolle nicht. Drunter ein langes, anliedendes Funktionsshirt. Gab nie irgendwelche Scheuerstellen der Schultergurt.

Sieht blöd aus, aber ein Shirt, als zusätzlicher Sonnenschtz spart ganz viel Sonnencreme. 😎 Hier kommt es natürlich auf den Hauttyp an, wie viel Aufwand man betreiben muss.

Auch die Handschuh sind in erster Linie gegen die Sonne. (Schwarz soll besser schützen.)


Ich berichte weiter. 😎

Wie weiter? (Change Management 😉)

Mal etwas mehr Text zu meinen Planspielen. Warum so ein Theater mögen manche fragen? 🙄 Es ist ein lange lange vorbereitetes „Projekt“ mit nicht trivialen Aspekten wie Job, Privates und Geld. Dann vielleicht auch das vorletzte Abenteuer in der Dimension … altersbedingt 😁. Kurz: Es sollte schon alles klappen und cool sein.


Das „Wie weiter?“ beschäftigt mich seit gut zwei Wochen intensiv. Dieser Winter war extrem schneereich, so dass der Trail noch unter viel Schnee begraben ist. Wenn bisher der Schnee anstrengend war, sagen wir mal, ein Beinbruch das Maximum der Probleme dargestellt hätte, geht es jetzt in schroffere und höhere Berge (4000 m) mit Traversen und Aufstiegen an z.T. steilen Hängen. Hier kommt die Variante Abrutschen dazu. Denke wir sind uns einig, so etwas gilt es zu vermeiden. 😉

Was tun, welchen Weg nehmen?

  1. roter Weg (originaler CDT)
  2. mögliche kritische Bereiche gleich auf grün/blau umgehen
  3. wie viele, ein Flip Flop machen, komplett (nach Kanada fahren und SOBO laufen) oder teilweise (eine Sektion im Norden vorziehen)
  4. (nicht lachen) runter vom CDT und quer durchs Land Richtung Seattle (Rückflug geht von da) auf verschiedenen Wanderwege + Hitch hiken und ÖPNV
  5. rot starten und an kritischen Stellen auf grün/blau umschwenken
Orte fernab der Strecke sind die „Resupply-Möglichkeiten“ wie gerade Chama

OK, 4 habe ich schnell gestrichen, 3 ist mir zu aufwendig (Wege/Zeit, Geld, gibt da auch kritische Stellen).

1 uff, habe die Berichte gelesen, das ist kein Sonntagsspaziergang. Einige starten vor 5 morgens, andere nutzen das Wort scary zu oft … also ne.

Variante 2 startet mit 10 Meilen Straße und garnicht probieren ist auch keine Lösung 😉.

Also 5. Es gibt zwei Querverbindungen, die ich auf anderen Karten gefunden habe, eine ist auch schon jemand gegangen. Notfalls ganz zurück, auch nach Chama und dann Nr. 2. Alles kostet relativ viel Zeit … d.h. Verpflegung.

In den letzten Tagen habe ich alle Hiker (<10) gefragt, was sie machen … leider fast 50:50 zwischen 1 und 2. 😕


❄️ Hat mich irgendwie an die Situation in der Arktis erinnert, als der Winter zwei Monate früher kam. ❄️

Ellesmere Island, Nunavut, Kanada

Nur da war es irgendwie einfacher. In der Sache sicher schwieriger und mit Konsequenzen wie kleinen Erfrierungen aber kaum Alternativen, was ich machen kann.


Als Verstärkung hatte ich mir neben Merino-Sachen diese Hardware hergeschickt.


In spätestens einer Woche weiß ich was meine Entscheidung wert war. Ich werde berichten. 😎

Ausrüstung

Küche

Klar ist, ein Gasherd muss es sein und die Kartuschen zum Schrauben (EN417). Gibt es an jeder Ecke, mit einer interessanten Preisspanne: 10 bis 17 $ die die 240/250 g Kartusche hatte ich. Ich hatte mir, wie auch Essen, bei Amazon-US bestellt und ins erste Motel liefern lassen.

Auch hier kann man sparen, am Gewicht (nicht $), es gibt ja ganz ganz kleine Kartuschen. Haben viele.

Den Primus Express Stove nutze ich. Ob MSR, Jetboil, Primus … die sind alle ausentwickelt. Würde hier nur nix billiges holen.

Evtl. ein System (Kocher, Topf, (Kartusche)), noch kleiner und effizienter. Aber dann ist nix mit Tortillas warm machen. 😁

Aus rechtlichen Gründen musste ich einen Unschärfefilter nutzen. 😢

Ein Topf mit Deckel, ein langer Löffel (Essen aus Tüten) und evtl. ein (blaues) Becherchen, das auch zum Wasserschöpfen (und evtl. zum Reden) taugt, reichen aus. Messer ist ja eh an Board.

😉 Das mit dem blauen Becher ist eine längere Geschichte (hier Hohe Arktis 2013)

Rucksack

Hier liege ich mit dem Hyperlite Mountain Gear 4400 Windrider 70L fast voll im Trend. Viele haben die Nummer kleiner 55 l, die meisten sind aber auch kleiner 😏 … dann sind die Sachen weniger, der Schlafsack kürzer …

Wiegt 1 kg, hat aber wenig Einstellmöglichkeiten, der muss probiert werden sonst kann es schief gehen. Ab 180 cm von den drei Größen, gleich die größte versuchen.

Links im Bild der Rucksack

Sieht etwas unordentlich aus, aber ihr werdet die Außenfächer lieben lernen. 😍 Vorne habe ich noch einen Flaschenhalter und eine Tasche für Telefon/Brille (Mammut bzw. Hyperlite).

Und bleibt deutlich unter 15 kg (ohne Essen/Wasser). Das habe ich gelernt. 🙄


Das nächste mal Schlafsack und Klamotten …

Dies & Das

Glamping

Ab morgen fehlen Tisch und Bänke 😢. Zur Belohnung geht es aber wieder auf über 3000 m um schön runterschauen zu können.


Dem medizinischen Team …

… in Landes- und Bundeshaushalt mein Dank. 🙏 Eure Vorbereitung war so gut, dass erst zwei Tabletten weg sind und die gingen an einen leidenden Kollegen.

Damit ihr nicht traurig seid, wenn ich nichts nutze, mache ich folgendes: Alle Pillen lose in eine große Tüte, mische gut durch und esse jeden Tag, sagen wir drei bis fünf Stück, je nach Größe. 😁 (Achtung Scherz!)


Haltet durch …

… und elektrifiziert das Land, wenn ihr euch angesprochen fühlt. 👍

Ausrüstung

Sorry für das gleich folgende Wortspiel. Mit diesem tue ich bestimmt 17 % der Thruhiker Unrecht an. 😔 Beides hat seine Reize.

Thruhiker

  • die Strecke auf jeden Fall schaffen, ein Flip Flop (auf der Zielseite etwas nach unten scrollen) ist normal – Ankommen ist das Ziel
  • bei Alternativen eher die „fast laine“ statt den „scenic trail“
  • Fotos, klar ein zwei am Tag, Insta wird bedient
  • relativ klarer Plan und genaue Vorbereitung
  • ist deutlich schneller unterwegs

Truehiker

  • Ankommen ist geil, eine schöne Zeit das Größte (der Weg ist das Ziel)
  • viel sehen, mal einen Tag länger an schönen Orten bleiben, flexibele Planung
  • krasse problemzonen umlaufen/auslassen statt Flip Flop
  • Fotos, Blog oder andere Kanäle werden bedient
  • deutlich langsamer unterwegs

Sicherheitsbedürfnis, persönliche Voraussetzungen und Macken spielen unabhängig von der Einteilung oben auch einen Rolle.


Klar, dass ich eher zu den Truehikern zähle. Mein globaler Plan ist, keinen zu haben. Ich bin ja im Urlaub. Am 21. September 2023 habe ich ein Date in Athen (🇬🇷), das ist mein Zeitrahmen. Abflug aus Seattle.

Das gilt es zu berücksichtigen wenn ich etwas zu meinem Gepäck schreibe.


Elektrische Geräte

Nutze ein Samsung S 23 Ultra für das Fotografieren, das Navigieren (FarOut + Locus inkl. Topo-Karten) und Kommunizieren. Letzteres auch in Kombination mit einem Garmin InReach Mini 2. Habe ein S 22 Ultra als Backup (berufsbedingt 😎) dabei.

Aus Spaß zeichne ich meine Strecken mit meiner Uhr (Fenix 7x Solar) auf. All das zieht Strom, insbesondere das Fotografieren + Folgetätigkeiten.

Als Kraftwerk habe ich zwei 10 A/h Nitecore Power Banks und einen Solarlader bei. Wer schneller ist, kaum fotografiert kann eine PB und den Solarlader zu Hause lassen. Spart 450 g, was viel ist.


Zelt

Tja, der sichtbarste Unterschied zu fast allen auf dem Trail. 1,6 kg sind fast 2 Pfund mehr als die Ultraleicht-Zelte. Alter + Macken schlagen hier bei mir zu:

  • möchte ein freistehendes Zelt; schneller Aufbau ohne Heringe und/oder Wanderstöcke nutzen zu müssen
  • sturmfest, um auch exponierten Zeltplätze nutzen zu können
  • Innen- und Außenzelt einzeln oder zusammen aufbaubar, Faulheit 😁
  • greife gerne auf erbrobtes zurück

Das Seamless 1-2 von Vaude hat auch seine Preis. 800 € als ich es kaufte.


Schuhe

zu dem Thema schreib ich schon einiges. Muss mich bisher auch nicht berichtigen. Liege auch voll im Trend, kein Unterschied zu den schnellen Kolleginnen und Kollegen.

Hier war das Umdenken von „normalen Touren“ dringen notwendig. Eine Beratung in einem Outdoor-Shop, kann schief gehen wenn dort noch niemand solche Trails gemacht hat.

Wenn man die Marke hier nachkaufen kann, um so einfacher.

Meine Altra Trail-Runners an den Füßen und eine 30 € Decathlon-Sandale am Rucksack. 100 € mehr bringen bei der Sandale vielleicht nochmal 200g minus … max.

Für die hohen Berge warten Leichtwanderschuhe auf mich, ich halte euch informiert.


Wird fortgesetzt … 😎