Dies & Das (Update)

El Dze sucht Gas, evtl. eine neue Isomatte und Wasserentkeimer. Empfehlungen aus der FarOut-App im Bild. Ich mich auf den Weg gemacht…

Erste Runde nix (und das ist hier verdammt übersichtlich), zweite Runde mit GoogleMaps, nix.

In die Post. Laden/Adresse gezeigt, er sagt: „Da gegenüber.“ Ich, schaue und denke mist mein schlechtes Ausländisch wieder. Frage nochmal. Er grinst, da gegenüber wiederholt er. Schaue verzweifelt … sehe nicht was ein Outdoor-Laden sein könnte. Nur das:

Ich frage zur Sicherheit: „Der Caravan?“

Er freut sich: „Yes.“

Keiner da, hab‘ eine Mail geschrieben.


Gelernt: Manches wörtlichen nehmen. Outdoor … 😁

Fast alles bekommen. 😎

Aufbruch

Die Stunde sogar unterboten. Sonne scheint und es wird sofort T-Shirt-Wetter.

Das Solarkraftwerk ist angeschlossen. So bekomme ich an sonnigen Tagen, auch auf einer Strecke mit Wald, eine Powerbank 10.000 mAh fast voll.

Die zwei Wasserflaschen an der Seite sind leer. Laufe nur noch mit 1,5 l. Ganz ohne Filter oder Chemie trinke auch ich das Wasser hier nicht.


10 vor neun, ich mach dann mal los. 😎

Eiskalte Nacht 🥶

Heute Nacht hätte ich mir einen Kunstfaserschlafsack und eine aufblasbare Isomatte gewünscht.

Hohe Luftfeuchte am Tag, 4 … 5 Minus (auf 3170 m) in der Nacht und noch gefrorener Boden sind ’ne doofe Kombi. Sonst ein schönes Fleckchen. Und ich war im Wasser gestern Abend 🙃.

Aber Bills Orangen und die letzten Hafer-Tütchen aus den Hiker-Boxen lassen mich geduldig auf die Sonne (und unterwegs dann Netz) warten.


Noch knapp 70 km bis zum Cumbres-Pass. Drei Tage … da kann ich noch liegen bleiben 😎 und die Abreise für 9 Uhr ansetzen. Haltet durch!

Ausrüstung

Küche

Klar ist, ein Gasherd muss es sein und die Kartuschen zum Schrauben (EN417). Gibt es an jeder Ecke, mit einer interessanten Preisspanne: 10 bis 17 $ die die 240/250 g Kartusche hatte ich. Ich hatte mir, wie auch Essen, bei Amazon-US bestellt und ins erste Motel liefern lassen.

Auch hier kann man sparen, am Gewicht (nicht $), es gibt ja ganz ganz kleine Kartuschen. Haben viele.

Den Primus Express Stove nutze ich. Ob MSR, Jetboil, Primus … die sind alle ausentwickelt. Würde hier nur nix billiges holen.

Evtl. ein System (Kocher, Topf, (Kartusche)), noch kleiner und effizienter. Aber dann ist nix mit Tortillas warm machen. 😁

Aus rechtlichen Gründen musste ich einen Unschärfefilter nutzen. 😢

Ein Topf mit Deckel, ein langer Löffel (Essen aus Tüten) und evtl. ein (blaues) Becherchen, das auch zum Wasserschöpfen (und evtl. zum Reden) taugt, reichen aus. Messer ist ja eh an Board.

😉 Das mit dem blauen Becher ist eine längere Geschichte (hier Hohe Arktis 2013)

Rucksack

Hier liege ich mit dem Hyperlite Mountain Gear 4400 Windrider 70L fast voll im Trend. Viele haben die Nummer kleiner 55 l, die meisten sind aber auch kleiner 😏 … dann sind die Sachen weniger, der Schlafsack kürzer …

Wiegt 1 kg, hat aber wenig Einstellmöglichkeiten, der muss probiert werden sonst kann es schief gehen. Ab 180 cm von den drei Größen, gleich die größte versuchen.

Links im Bild der Rucksack

Sieht etwas unordentlich aus, aber ihr werdet die Außenfächer lieben lernen. 😍 Vorne habe ich noch einen Flaschenhalter und eine Tasche für Telefon/Brille (Mammut bzw. Hyperlite).

Und bleibt deutlich unter 15 kg (ohne Essen/Wasser). Das habe ich gelernt. 🙄


Das nächste mal Schlafsack und Klamotten …

Ausrüstung

Sorry für das gleich folgende Wortspiel. Mit diesem tue ich bestimmt 17 % der Thruhiker Unrecht an. 😔 Beides hat seine Reize.

Thruhiker

  • die Strecke auf jeden Fall schaffen, ein Flip Flop (auf der Zielseite etwas nach unten scrollen) ist normal – Ankommen ist das Ziel
  • bei Alternativen eher die „fast laine“ statt den „scenic trail“
  • Fotos, klar ein zwei am Tag, Insta wird bedient
  • relativ klarer Plan und genaue Vorbereitung
  • ist deutlich schneller unterwegs

Truehiker

  • Ankommen ist geil, eine schöne Zeit das Größte (der Weg ist das Ziel)
  • viel sehen, mal einen Tag länger an schönen Orten bleiben, flexibele Planung
  • krasse problemzonen umlaufen/auslassen statt Flip Flop
  • Fotos, Blog oder andere Kanäle werden bedient
  • deutlich langsamer unterwegs

Sicherheitsbedürfnis, persönliche Voraussetzungen und Macken spielen unabhängig von der Einteilung oben auch einen Rolle.


Klar, dass ich eher zu den Truehikern zähle. Mein globaler Plan ist, keinen zu haben. Ich bin ja im Urlaub. Am 21. September 2023 habe ich ein Date in Athen (🇬🇷), das ist mein Zeitrahmen. Abflug aus Seattle.

Das gilt es zu berücksichtigen wenn ich etwas zu meinem Gepäck schreibe.


Elektrische Geräte

Nutze ein Samsung S 23 Ultra für das Fotografieren, das Navigieren (FarOut + Locus inkl. Topo-Karten) und Kommunizieren. Letzteres auch in Kombination mit einem Garmin InReach Mini 2. Habe ein S 22 Ultra als Backup (berufsbedingt 😎) dabei.

Aus Spaß zeichne ich meine Strecken mit meiner Uhr (Fenix 7x Solar) auf. All das zieht Strom, insbesondere das Fotografieren + Folgetätigkeiten.

Als Kraftwerk habe ich zwei 10 A/h Nitecore Power Banks und einen Solarlader bei. Wer schneller ist, kaum fotografiert kann eine PB und den Solarlader zu Hause lassen. Spart 450 g, was viel ist.


Zelt

Tja, der sichtbarste Unterschied zu fast allen auf dem Trail. 1,6 kg sind fast 2 Pfund mehr als die Ultraleicht-Zelte. Alter + Macken schlagen hier bei mir zu:

  • möchte ein freistehendes Zelt; schneller Aufbau ohne Heringe und/oder Wanderstöcke nutzen zu müssen
  • sturmfest, um auch exponierten Zeltplätze nutzen zu können
  • Innen- und Außenzelt einzeln oder zusammen aufbaubar, Faulheit 😁
  • greife gerne auf erbrobtes zurück

Das Seamless 1-2 von Vaude hat auch seine Preis. 800 € als ich es kaufte.


Schuhe

zu dem Thema schreib ich schon einiges. Muss mich bisher auch nicht berichtigen. Liege auch voll im Trend, kein Unterschied zu den schnellen Kolleginnen und Kollegen.

Hier war das Umdenken von „normalen Touren“ dringen notwendig. Eine Beratung in einem Outdoor-Shop, kann schief gehen wenn dort noch niemand solche Trails gemacht hat.

Wenn man die Marke hier nachkaufen kann, um so einfacher.

Meine Altra Trail-Runners an den Füßen und eine 30 € Decathlon-Sandale am Rucksack. 100 € mehr bringen bei der Sandale vielleicht nochmal 200g minus … max.

Für die hohen Berge warten Leichtwanderschuhe auf mich, ich halte euch informiert.


Wird fortgesetzt … 😎

Zero day in Cuba / Ausrüstung

Wasser und Wasseraufbereitung

Große Wassersäcke/-schläche oder „echte“ Wasserflaschen sind Dinge die ich unterwegs bei niemandem sah. Meinen ultraleichten 4l Schlauch habe ich nie genutzt und bald in eine Hiker-Box gelegt.

Meine (Einweg)Wasserflaschen (5l in Summe)

Die meisten kaufen sich im Supermarkt das Trinkwasser „smart water“ und nutzen die Einwegflasche über Wochen hinweg. Ich habe Literflaschen genommen.

Der Vorteil, die Sawyer-Filter (kommt gleich) passen direkt auf die Verschlüsse der Marke. So kann man direkt trinken und auch einfach Filtern.

Viele haben noch ein Trinksystem mit kleinen Schläuchen. Ich habe mir einen Flaschenhalter (von Mammut) für den Schultergurt des Rucksacks gekauft. Ist bequem und die Flasche beim Wandern immer zur Hand.


Zero day heisst auch immer Filter reinigen. Ich habe einen Sawyer Mini und Standard mit. Schaffen x-tausend Liter ABER müssen, je nach Verschmutzung des Wassers, schon nach 5l greinigt/gespült werden. Siehe die Spritze im Foto unten.

Die Nylon-Socke ist zum Vorfiltern, wenn es ganz arg kommt. Also Bein Algen, Tieren (Bugs, Goldfischen) oder zu viele Sedimente.

Ich nutze oft auch nur Micropur (klares Wasser aus der Natur) oder wenn’s ganz böse kommt, Filter + Micropur (z.b. zu viel Rindersabber im Wasser). Ein Unterschied: Filter können keine Viren, Micropur braucht lange bei Parasiten.

Wasser zum Kochen behandelte ich nie. Da vertraue ich auf die 95 bis 97 °C, wenn das Wasser kocht. 🦠 –> ☠️

Wie man mit Quellwasser oder dem, aus den Caches umgeht, muss jeder selbst wissen/entscheiden. Ich bin faul und habe trotzdem noch nie Probleme gehabt. 😎


Tipp:

  • Filter und Micropur (wenn man nix gegen gechlortes Wasser hat) vorab besorgen
  • Wasserflaschen zu Hause lassen und hier in den Supermarkt gehen
  • Trinkflaschenhalter am Schultergurt
  • Einen Becher bzw. Teile vom Kochgeschirr, weil man manchmal Wasser aus sehr flachen Quellen schöpfen muss.
  • ggf. Trinksystem mit Beutel