Sonntags in Lordsburg

Die kulturelle Aklimatisierung schreitet voran. Früh um halb 8 im nobelsten International bekannten Frühstücksrestaurant einen Kollegen getroffen. Tom hat schon 84 Meilen hinter sich (man kommt auf der Strecke wieder durch Lordsburg) und klagte dass es auf den nächsten 32 mi kein Wasser, nicht mal ’ne Kuhtränke gibt. 😥

D.h. für mich dann 6 bis 7 kg Wasser schleppen und versuchen an einem Tag durchzukommen. Netto 14 kg, Essen 2 bis 3 kg und das Wasser …

Die Temperaturen sind zum Glück runter gegangen. Tags 25 bis knapp 30 °C.

Heute noch eine kleine Runde aus der Stadt raus, Tracking und Solar testen und in die Nachbargemeinde, da soll auch nicht so viel los sein. Sagt der Name irgendwie schon: Bielefeld (hier: Ghost Town).

Fast wie Weihnachten …

Ein Teil meines Hausstandes und Essens für das nächste halbe Jahr.

Nein, dass nimmt man nicht alles mit. An einigen Punkten der Strecke ist die Verpflegung sehr schwierig bzw. nur mit vielen km machbar. Dahin schicke ich mir Essen und ein frisches Shirt 😎. Eispickel, Steigeisen und doll warme Sachen schleppt man auch nicht 1000 km durch ’ne Wüste. Ich habe mich erstmal auf ein/das Minimierung von 4 Packeten beschränkt.Das Packen und Versenden ist very simple (das ist aus der Sprache der (neuen) Einheimischen hier).

Links im Bild El Dze

Die Kolleginnen in der Post waren zauberhaft. 👍 Verschickt wird an ein Postoffice oder an einen Strecken-Engel (was das ist später). Hier kommt die erste ernsthafte Frage auf 🙄…

… wie wird Engel korrekt gegendert???

Änderungsmitteilung

Schon nach einem Tag habe ich davon Abstand genommen, ein Reiseblog zu verfassen. 😎

Ich denken es wird eine Mischung aus WhatsApp-Status, Blog, Facebook und LinkedIn (Facebook für die Erfolgreichen).

Natürlich gebe ich mit alle Mühe Unterhaltendes, Fakten, alternative Fakten und Bilder zu posten.